16 June 2011

With posh shopping girls to Lichtenstein - Logs by Roadjunky


Die Sonne brennt. Seit einer Stunde stehen wir nun in diesem italienischen Grenzort, in dem uns keiner mitnehmen will. Solange habe ich noch nie gewartet. Hunderte deutsche Autofahrer würdigen uns keines Blickes, während die Italiener wild gestikulieren sich dafür entschuldigen, wenn sie uns nicht mitnehmen können. Eine italienische Polizeistreife fährt vorbei und sichert uns ebenfalls zu, uns nach Schichtende über die Grenze zu bringen.

Verzweifelt versuche ich neue Methoden: wenn ich ein Kennzeichen kenne, wie beispielsweise FR, rufe ich laut "Freiburg!"

Schließlich haben wir Erfolg. Zwei zögernde deutsche Frauen aus Ulm bringe ich im Laufschritt doch noch zum anhalten.

Nach einer Stunde stehen wir in Lichtentein an einer Autobahn auf der Raststätte und sind Leipzig noch nicht wirklich nahe.

Daumen raus ... Auf Deutsch oder English

Village-hopping in Italy - Logs by Roadjunky




2 days fun with fellow roadjunkies have passed. Now something that I've never done before: hitch-hiking back 1200 kilometers to Leipzig in one day! Let's stage the challenge!

We give Robert and Franzi again the chance to go first. Waiting two minutes and they have a lift. Our car follows just seconds later.

The italian woman is on her way to work. She drops us in Omegna city center. It's a rather calm town. We put up our thumb and cardboards in the middle of a road junction. It's big fun to watch the Italian drivers explaining why they can't take us: They wave their arms, smile and have authentic eye contact with us. That makes hitch-hikers happy even if we don't get our lift. Finally a few meters away an Italian hippie stops. We exchange hitching stories in Italian for another 5 kilometers.

Standing by a big roundabout we're unlucky so we decide to cross the motorway junction. The cars are passing by fast but suddenly an Audi A8 comes to a halt 10 meters behind us.


It's a friendly Italian going another 10 kms towards the Swiss border. In terms of communication it's a dream, because it's a two-channel mode: we're speaking Spanish, he's answering in Portuguese. And on top his name is Ivan, but no Russian relatives whatsoever.

In the next town it's a matter of blinks and we hurry into a sporty VW Golf with a young Italian. He's going to the Italian border town. We speed through the meandering road by the Lago Maggiore.

Keep on track ... In English or Deutsch

Mama Mia! - Logs by Roadjunky

Ich stehe im Wallis - einem Postkarten-Idyll. Majestätisch erheben sich die Bergmassive mit ihren schneebedeckten Gipfeln zu meiner Rechten und zu meiner Linken, über mir wolkenloser, blauer Sommerhimmel und strahlender Sonnenschein.

Gerade erst haben wir das Lötschberg-massiv auf dem Autozug durchquert. Vor dem Tunneleingang hatten wir Englisches Wetter! Kurz hinter dem Kreisverkehr, wo die Autos noch nicht zu sehr beschleunigt haben halte ich meinen Daumen und unser Schild hoch: "Lago Maggiore". Dany sucht gerade eine Toilette in dem gegenüberliegenden Bahnhof der schweizwer SBB.


Minutenlang hält keiner, aber dann biegt ein Nissan Van mit Schwung auf den Parkplatz vor mir. Drei Fenster werden hastig heruntergekurbelt und drei sonnengebräunte, strahlende, italienische Gesichter lächeln mich an. Dazu kommen noch wilde Handbewegungen und lebhafte, italienische Sätze: "Ciao bello. Da dove vieni, dove vai?" Drei italienische Mamas haben mich "entdeckt".

Etwas überfordert mit der Situation, versuche ich meine italienischen Sätze: "Ciao, mi ciamo Craig. Sono der Germania. Solo parli un puo d'Italiano" (definitiv kein Anspruch auf Korrektheit und Rechtschreibung!). Die drei Frauen sind sowohl überrascht, als auch begeistert, denn sie hatten, ob meines Plakates, einen jungen Italiener, der nach Hause will erwartet.


Dany kommt dazu und wir steigen zu. Perfekt: Sie fahren bis kurz vor den Lago d'Orta - unserem Ziel.
Es ist eine unvergessliche Fahrt mit lebendigen Diskussionen und unreguliertem Informationsaustausch in einem Sprachenmix aus zunächst elementarem Italienisch, dann Französisch (die drei arbeiten in der französischen Schweiz als Weinpflückerinnen) und schließlich Spanisch mit italienischen Inseraten.

Es geht gerade über den Simplon-Pass - ein herrlicher Weg. Wir tuckern hinter einem LKW auf der steilen Straße dahin und Madonna (Fahrerin) wird langsam nervös. Es wird laut und lebhaft, als wir weitere Sympathie, mit Unterricht in italienischen Schimpfwörtern, gewinnen. Alle kreischen und lachen, als ich plötzlich das Kennzeichen des Lasters - K - bemerke und betone, dass ich nicht einen Laster aus meiner Heimatstadt Colonia (Köln) beschimpfen darf.

Auf dem Passgipfel machen wir ein paar Erinnerungsfotos und Sprungbilder. Dann geht's abwärts nach Italien und die Straßen werden schlagartig schlaglochreicher. In Varzo, dem Heimatdorf von Giselle machen wir Halt und steigen aus. Geschenke werden übergeben, anscheinend hat jemand Geburtstag. Wir singen ein Geburtstagslied. Schnell sind 10, 20 Leute um uns geschaart und sprechen energisch mit einander. Ich verstehe viel, Dany weniger. Besonders lustig wird es, als plötzlich Madonna auf meinen Popo zeigt und etwas darüber in Italienisch sagt. Zuerst bin ich verwirtt, dann verstehe ich schließlich, dass die über eine italienische Redewendung reden, die soviel sagt wie: "Sie haben Sitzfleisch bekommen." Ich bin beruhigt und lache mit.


Der Mann von Sylviana entscheidet schließlich uns bis zum Camping-Platz an den See zu fahren - was für ein unglaubliches Glück!

Nach 7 Stunden Fahrt und zahlreichen Erlebnissen, aber leider ohne Traktor- oder Kuh-Lift sind wir da und kommen zu unserem Erstaunen als 6. Team von 60 ins Ziel und das nur 20 Minuten nach eintreffen des ersten Teams. Es herrscht ausgelassene Stimmung unter den Trampern: Zelte werden aufgebaut, Abendessen zubereitet und Geschichten ausgetauscht. Teams 3. und 4. hatten wirklich Glück: Sie wurden von einem Camper direkt von Freiburg bis zum Lago d'Orta und zum Camping-Platz Punta di Crabbia gefahren. Naja.

Wir erfrischen uns im kühlen See und haben Spaß mit den anderen Trampern. Weitere Teams kommen erst um 11 Uhr an, andere erst am Tag darauf - unter Anderem auch das Team mit den Gewinner-Preisen.


Es ist eine herrliche Veranstaltung! Schon beginnen Überlegungen über ein Langstrecken-Rennen nach Israel. Wieder einmal merke ich, wie faszinierend schön es ist, dass wir heute tatsächlich nur mit dem Vertrauen anderer und gegenseitiger Offenheit eine so vielfältige und aufregende Reise haben konnten.

Ich freue mich auf mein Abenteuer mit Dario: Langstrecke durch Asien:
Asia - Thumbing it From West to East
Keep discovering ... auf Deutsch und English 

15 June 2011

Pickaback through Tunnels - Logs by Roadjunky

Pickaback on a train through the Lötschbergtunnel - another first-time

Had loads of fun with swiss David and Caroline

Awesome, we already made it to Bern by noon and were are probably taking a whole different route than the others. Dany and I already thought to leave the idea of the race behind us. Let's see what comes next...

In French, Italian, Spanish, german and mixed languages we wander about the gas station asking people. Finally we go to the nearby Restaurant because there seem to be more cars. Quickly I meet a nice young couple and they give me their word that they'd take us with them after lunch. Since they're heading through the supposedly adventurous tunnel we're happy, camp down and have our own lunch. Cars pass by with passengers staring at us. Never mind. Buon appetit.

Less than one hour later David and Caroline come back from the restaurant and we hit the road. While having nice conversations with the two accountancies we're leaving the motorway and continuing on national routes. The landscape is increasingly breathtaking: Huge mountains with snowy summits and lush greenery with some cozy-looking mountain huts scattered around - in one word Switzerland.

Our early nervousness about our adventurous route fades away as David and Caroline tell us, that the tunnel is indeed a toll tunnel but that it's a commonly used transport means to cross from one side of the tunnel to the other. But the doubts are back as the radio announces that another tunnel was buring because of an accident. Anyways for us Germans it's an adventure.

On a small, ugly concrete terminal punched out of the virgin nature of the Lötschtal we're taken pickaback by a train. Unfortunately nobody's allowed to leave the car during the ride through the long Lötschbergtunnel.

Just minutes after the tunnel we bid farewell to David and Caroline who are heading for hiking in the area. Luckily a Frenchman takes us another 5 Kilometers into the Valley to the central trunk road through the world known gorgeous Wallis valley.

Thumb it ... in English or Deutsch