15 June 2011

Mit Rentnern durch's Höllental - Logs by Roadjunky


Unser rumänischer Fahrer möchte anhalten, um kurz auf der Toilette gehen. Er hat schon angedeutet, dass er uns gleich auf der B31 nach Freiburg aussetzen muss. Mir bangt schon vor stundenlangem Schilder-Halten: Es ist klar, dass es einfacher ist die Leute direkt anzusprechen, als die Chance, dass jemand in den paar Sekunden, in denen Sie uns mit dem Plakat am Straßenrand sehen, entscheiden anzuhalten. Fast jeder sagt uns: "Hättet ihr am Straßenrand gestanden, hätte ich euch wahrscheinlich nicht mitgenommen."

Zürück zur Raststätte. Wir haben gerade erst gehalten. Als ich aus dem Fenster gucke, sehe ich das Kennzeichen: FR - Freiburg. Zügig gehen ich auf den Mitte-60er-Mann zu. Er scheint grundsätzlich nicht abgelehnt, bittet uns aber noch seine Frau zu fragen. Ich rufe Dany hinzu, die völlig verschlafen herüber trottet. Die Damen nimmt uns in Augenschein und wir setzen unseren liebsten Blick auf - Sie sagt zu. Welch ein Glück!

Wir haben nach dem Einleitungs-Geplänkel noch schöne Gespräche. Die Beiden begeistern sich besonders für unsere Deutsche Meisterschaft im Mittelstreckentrampen. Sie erzählen uns auch etwas zur Region. Wir fahren durch die malerische Landschaft des Schwarzwaldes: Durch das Höllental mit seinen zahlreichen Serpentinen und schließlich durch das Himmelreich - beide benannt durch die Truppen von Napoleon nach den jeweiligen Erlebnissen dort.

Nach etwa 650 Kilometern von Leipzig, setzen uns die Beiden etwa 100 Meter vom Treffpunkt der Trampergesellschaft an der Dreisam ab. Dort herrscht eine super Stimmung. Schnell schließen wir Freundschaften. Ich treffe alte Bekannte von meiner Austauschorganisation wieder und dann bieten uns zwei sympathische Freiburger noch an, bei ihnen/ihr zu übernachten.

Robert und Franzi kommen an und Dany und ich freuen uns natürlich insgeheim darüber, trotz des späteren Aufbruchs in Leipzig, ein wenig früher als sie gewesen zu sein. Aber das ist natürlich Kinderein.

Bleib dran ... auf Deutsch oder English

Rumänisches Lexikon - Logs by Roadjunky

Immer und immer wieder: "Schönen guten Tag. Darf ich sie fragen wohin sie fahren und ob sie uns ein Stück mitnehmen können."

Es ist die erste Raststätte, wo es uns schwierig fällt einen Lift zu bekommen. Das liegt daran, dass fast alle nach Stuttgart oder München fahren. Wir möchten aber genau in die andere Richtung nach Karlsruhe über die A8. Bei einem Audi-Kombi-Fahrer mit langer Mähne schöpfe ich Hoffnung: Er hört mir aufmerksam zu und nickt immer wieder während ich meine Bitte mit abermaligem Enthusiasmus vortrage: "Ja ich fahr nach Karlsruhe über die A8 und ich habe hier auch genügend Platz und nehme euch gerne mit ... aber leider darf ich das nicht in meinem Dienstwagen." Toll. Aber an so etwas bin ich mittlerweile gewöhnt. Ich sag mir dann, sie meinen es vielleicht wirklich lieb.

Erst jetzt merken wir, wie groß und wie stark befahren die Raststätte ist - eigentlich ein gutes Zeichen. Dany fragt an der Tanke während ich vor der Gaststätte die Leute "abfange". Ein gemütlicher Mann spricht mich schließlich von selbst an. Nach der kurzen Einleitung sprechen wir über unsere Route: "Nach Karlsruhe müssen sie aber auf die andere Seite." Ich entgegne: "Ich glaube es ist günstiger, über die A6 nach Karlsruhe und dass wir hier richtig sind." "Nein, sind Sie nicht!" Schließlich verabschiede ich mich und denk mir: "Der irrt sich doch."
Nach etwa 10 Minuten kommt Dany auf mich zu: "Ich habe jemanden gefunden. Wir fahren einfach auf der A81 weiter nach Süden und queren den Südlichen Schwarzwald dann über die Feldberg-Landstraße." Nach erstem Zögern (wegen Landstraße) halte ich das auch für eine tolle Idee.

Als wir an dem rostigen Ford Focus stehen bemerke ich, dass es eben der Mann ist, mit dem ich eben noch über Autobahnbezeichnungen und Routen diskutiert habe. Naja, wir sprechen es noch einmal kurz an und ich bedeute ihm reumütig, dass er recht hatte (Nach Recherche auf der Karte). Das scheint ihn zu freuen.

Letztendlich ist es eine sehr interessante Fahrt. Der Rumäne arbeitet schon seit vielen Jahren als Arzt in Deutschland und interessiert sich sehr für unser Studium. Er scheint ein wanderndes Lexikon zu sein: Zu allem hat er was zu sagen: Zu Danys Bachelor-Arbeit in Anglistik, zu Bauwerken entlang der Autobahn, zum Trampen und vielen weiteren Themen. Die Gesprächigkeit ist gut, denn wir stecken zwischenzeitlich im Stuttgarter Nachmittag-Stau.

Yes we tramp ... auf Deutsch oder English

Stuttgart Patriot loving genealogy - Logs by Roadjunky

BB stands for Böblingen

There is a nice atmosphere around our gas station: Lots of vivid families chatting about the upcoming holidays and heaving lunch in the sun. We're pretty much an attraction with our creative T-Shirts that we had just sprayed yesterday evening.

As usual we talk to the people at the gas pump. After some five minutes or one sandwich we convince a grey-haired man to take us with him. It's a really comfortable ride in his Mercedes jeep.

We're talking about his family and his interest in genealogy. Apparently he's just visited many relatives all around Europe to try out his computer application. He tells us enthusiastically about it's capabilities to show 3D-genealogical trees and pictures of relatives dating back to the 16th century.

We talk about the Stuttgart 21-project and discuss happening from related projects like the one in Cologne. I also try to guess his occupation and luckily I'm right with Mercedes Benz, which is one of the biggest companies in the Stuttgart area. After a short hop we have to get off near Stuttgart, because our driver lives further east.

Stay wired ... in English or Deutsch

Hitting the Road, Heading for the Race - Logs by Roadjunky


Once again we're hitting the road. This time with Dany, to take part in the German Hitch-Hiking Championship. It's going to start in Freiburg in southern Germany.

It's sunny and warm. We're pretty optimistic to make it there smoothly. Our Leipzig friends Robert and Franzi already left one hour earlier.

We're waiting for the bus because actually it is quite difficult to get out of the city. Still we use the time  trying to flag down one of the passing cars in front of the main station. No wonder nobody's stopping: Most cars are going somewhere in Leipzig city center.

30 minutes later we're standing at a bus stop within sight of the A9 Autobahn. This is the main launchpad for any lifts to the South and West of Germany.

Nobody seems to be willing to stop so we cross the junction and stand in the dirt a few meters behind it.
After half an hour a young guy stops and we jump in. What a lucky day: He's going in our direction and we can stay with him for 300 kilometers through Saxony and Thuringia.

It turns out he's a busy engineer sometimes testing machines in India and all over Europe. He changes his route to bring us to the next suitable gas station on the North-South-Highway A7. Dany and I wonder where our friends would be right now. They're taking a different route heading for Munich first and then crossing over to Karlsruhe.

Stay tuned ... in English or Deutsch