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22 December 2011
10 September 2011
Genscher's rollender Bunker - Logs by Roadjunky
Auf meiner 700km-Rückfahrt aus Südtirol nach Leipzig habe ich wieder enorm viel Glück: Insgesamt vier Lift und acht Stunden Fahrt und ich bin zurück im geliebten Leipzig.
Die aufregendste Fahrt habe ich mit Fred. Gerade hat er noch gesagt er würde nur nach München fahren, doch jetzt scheint er es sich anders überlegt zu haben. Ich bin glücklich endlich weiter zu kommen. Angesichts des schönen Mercedes 500 sage ich:
Fred schmunzelt: "Das erzähl ich dir auf der Fahrt. Steig ein!"
Fred fragt mich, welche Außenminister ich kenne. Ich schaffe es in umgekehrt chronologischer Weise mit stocken bis Fischer. Vor Fischer war Hans-Dietrich Genscher von 1974 bis 1992 Bundesminister des Auswärtigen.
Als ich nach meiner Tasche greife warnt Fred mich: "Bloß nicht den Knopf dadrüber berühren! Ich weiß selbst nicht, was dann passiert". In diesem Hochsicherheits-Wagen sind wir extrem sicher. Damals wurde die neueste Technik verbaut. Dennoch konnten die Ingenieure eine Gefahr nur mit einem Trick begegnen. Bei einem Unfall könnte sich die Karosserie so verkanten, dass keine Feuerwehr-Einheit auch nur die Chance hätte, die Türen zu öffnen. Daher gibt es eine Sprengladung, die im Ernstfall gezündet würde.
Bevor wir uns mit anderen Themen beschäftigen, lerne ich noch interessante Dinge über verschiedene politische Highlights der Genscher-Zeit: Die Zwei-plus-Vier-Gespräche und den sowjetischen Außenminister Schewardnadse. Er überlebte in einem geschenkten, baugleichen Mercedes 1998 ein Bombenattentat... Ich fühl mich sicher!
Auf der Raststätte Feucht bei Nürnberg muss ich einem interessanten Fahrer und Fahrzeug tschüss sagen. Fred öffnet das Handschuhfach: Ein Mikrofon kommt zum Vorschein. Wahnsinn es funktioniert noch. Ich mache eine Durchsage auf dem Rastplatz: "Ich brauche eine Mitfahrgelegenheit nach Leipzig. Danke!"
Die aufregendste Fahrt habe ich mit Fred. Gerade hat er noch gesagt er würde nur nach München fahren, doch jetzt scheint er es sich anders überlegt zu haben. Ich bin glücklich endlich weiter zu kommen. Angesichts des schönen Mercedes 500 sage ich:
"Das ist ja eine Ehre in einem so geschichtsträchtigen Wagen mitfahren zu dürfen. Was ist das für ein Modell?"- ohne die ungewollte Bedeutung dieser Aussage zu ahnen.
Fred schmunzelt: "Das erzähl ich dir auf der Fahrt. Steig ein!"
| Da saß auch mal Genschers Chauffeur! |
"Das ist Genschers ehemaliger Dienstwagen!"Wat? – Tatsächlich. Fred drückt auf einen Knopf und unerwartet senkt sich automatisch das Fenster neben mir. Zu meiner Verwunderung gucke ich auf eine 5cm – in Worten fünf Zentimeter (!) – dicke Glasscheibe.
"Diese Schutzkategorie heißt D6. Es ist einer von 20 Dienstfahrzeugen des Bundes zu Zeiten der Kohl-Ära."Bei jedem Spurwechsel sehe ich, wieviel Kraft Fred aufbringen muss, um das Schwergewicht zu kontrollieren. Wir sitzen höher, da wir zu allen Seiten von Panzerplatten umgeben sind. Bleiplatten gleichen die Neigung des Benz aus. Drei Telefone, davon eines mit geheimem Netz.
Als ich nach meiner Tasche greife warnt Fred mich: "Bloß nicht den Knopf dadrüber berühren! Ich weiß selbst nicht, was dann passiert". In diesem Hochsicherheits-Wagen sind wir extrem sicher. Damals wurde die neueste Technik verbaut. Dennoch konnten die Ingenieure eine Gefahr nur mit einem Trick begegnen. Bei einem Unfall könnte sich die Karosserie so verkanten, dass keine Feuerwehr-Einheit auch nur die Chance hätte, die Türen zu öffnen. Daher gibt es eine Sprengladung, die im Ernstfall gezündet würde.
| 5-Zentimeter-Glas!!! |
Auf der Raststätte Feucht bei Nürnberg muss ich einem interessanten Fahrer und Fahrzeug tschüss sagen. Fred öffnet das Handschuhfach: Ein Mikrofon kommt zum Vorschein. Wahnsinn es funktioniert noch. Ich mache eine Durchsage auf dem Rastplatz: "Ich brauche eine Mitfahrgelegenheit nach Leipzig. Danke!"
„Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise [… möglich geworden ist.]" Das Satzende ging im Jubel unter.– Hans-Dietrich Genscher am 30. September 1989 in der Prager Botschaft
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per Anhalter fahren
16 June 2011
Mission Impossible - Logs by Roadjunky
Dany und ich sind gerade erst von einem mysteriösen und angeblich wichtigen Mann am Leipziger Flughafen ausgesetzt worden und haben damit innerhalb von 11 Stunden 1000 Kilometer getrampt. Cool!
Jetzt stehen wir vor dem Fahrplan auf dem Bahnsteig nach Leipzig. Dany erklärt, dass pro Stunde zwei Züge kommen: "Ein ICE in 30 Minuten und eine S-Bahn in 50 Minuten." Naja, dann müssen wir wohl ne Stunde warten ... Obwohl - denke ich - und versuche sofort Dany von meiner Überlegung zu begeistern: "Lass uns die Tour mit einem wirklich unglaublichen ride beenden, lass uns den ICE trampen!" Dany ist müde und skeptisch. Natürlich! Auch mir ist bewusst, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Plan aufgeht. Aber nirgendwo sonst, als beim Trampen, gilt die Regel: "Fragen, kostet nichts" und "Wer nicht versucht, der nicht gewinnt."
Während wir auf dem menschenleeren Bahnsteig warten, löffeln wir unsere letzte Verpflegung aus: Ein Nutella-Glas, das uns ein anderer Tramper geschenkt hatte.
Dann ist es soweit, der ICE fährt ein. Wir sind die einzigen menschen auf dem Bahnsteig. Wir schultern unser Gepäck und ich sprinte zu dem ersten Schaffner den ich sehe. Hochmotiviert frage ich: "Schönen guten Abend. Ich habe eine besondere Frage. Wir beide sind heute mehr als 1000 Kilometer aus Italien bis hier hingetrampt. Können sie uns bitte die letzten 10 Kilometer bis zum Leipziger Hauptbahnhof mitnehmen?" Mit einem gleichgültigen und gleichzeitig belustigtem Gesichtsausdruck deutet er auf einen Schaffner zwei Waggons weiter: "Frag mal meinen Chef!"
Hoffnungsvoll renne ich zu dem Zugchef und wiederhole mein Prosastück: "Schönen guten Abend. Ich habe eine besondere Frage: Wir beide sind heute mehr als 1000 Kilometer aus Italien bis hier hingetrampt. Können sie uns bitte die letzten 10 Kilometer bis zum Leipziger Hauptbahnhof mitnehmen? Wir haben kein Geld"Mit ernster Mine und dem Blick eines Lehrers erwidert der schnauzbärtige Schaffner: "Kein Geld? ... Also kein Ticket? ... Macht das ihr reinkommt!"
Völlig in Extase durch diesen kurzen, aber skurrilen Wortwechsel schwingen wir uns in den Waggon und setzen uns in das Großraumabteil. Zu erst kichern wir leise und schlagen uns vor den Kopf, da wir es noch immer nicht begreifen wollen, was gerade passiert ist. Dann fangen wir an lauter zu lachen. Immer wieder: "Dany, wir trampen gerade nen ICE! ich glaube es einfach nicht!"
Wir machen ein paar Beweisfotos, die aber reichlich verwackeln, weil wir uns so totlachen. Dann kommen wir an in unserem geliebten, majestätischen Leipziger Hauptbahnhof - einer wahren Kathedrale. Am liebsten möchte ich dem Schaffner noch einen Kusshand zuwerfen, aber er taucht leider nicht mehr auf.
Es war ein herrliches Wochenende, vollgepackt mit Abenteuern und unglaublichen Geschichten. Es macht mir super viel Spaß mit Dany zu trampen. In entscheidenden Situationen beruhigte sie mich: Bei Wartezeiten ab 30 Minuten werde ich zum Beispiel nervös und Dany ist das aus Skandinavien gewohnt. Auf der anderen Seite half uns wohl manchmal meine französischen, italienischen und spanischen Sätze. Alles in allem - wir waren ein tolles Team auf über 2200 Kilometern!
Ich freue mich auf das nächste Level: Mit Dario per Anhalter nach Malaysia! Yay!
Daumen raus ... auf Deutsch und English
Jetzt stehen wir vor dem Fahrplan auf dem Bahnsteig nach Leipzig. Dany erklärt, dass pro Stunde zwei Züge kommen: "Ein ICE in 30 Minuten und eine S-Bahn in 50 Minuten." Naja, dann müssen wir wohl ne Stunde warten ... Obwohl - denke ich - und versuche sofort Dany von meiner Überlegung zu begeistern: "Lass uns die Tour mit einem wirklich unglaublichen ride beenden, lass uns den ICE trampen!" Dany ist müde und skeptisch. Natürlich! Auch mir ist bewusst, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Plan aufgeht. Aber nirgendwo sonst, als beim Trampen, gilt die Regel: "Fragen, kostet nichts" und "Wer nicht versucht, der nicht gewinnt."
Während wir auf dem menschenleeren Bahnsteig warten, löffeln wir unsere letzte Verpflegung aus: Ein Nutella-Glas, das uns ein anderer Tramper geschenkt hatte.
Dann ist es soweit, der ICE fährt ein. Wir sind die einzigen menschen auf dem Bahnsteig. Wir schultern unser Gepäck und ich sprinte zu dem ersten Schaffner den ich sehe. Hochmotiviert frage ich: "Schönen guten Abend. Ich habe eine besondere Frage. Wir beide sind heute mehr als 1000 Kilometer aus Italien bis hier hingetrampt. Können sie uns bitte die letzten 10 Kilometer bis zum Leipziger Hauptbahnhof mitnehmen?" Mit einem gleichgültigen und gleichzeitig belustigtem Gesichtsausdruck deutet er auf einen Schaffner zwei Waggons weiter: "Frag mal meinen Chef!"
Hoffnungsvoll renne ich zu dem Zugchef und wiederhole mein Prosastück: "Schönen guten Abend. Ich habe eine besondere Frage: Wir beide sind heute mehr als 1000 Kilometer aus Italien bis hier hingetrampt. Können sie uns bitte die letzten 10 Kilometer bis zum Leipziger Hauptbahnhof mitnehmen? Wir haben kein Geld"Mit ernster Mine und dem Blick eines Lehrers erwidert der schnauzbärtige Schaffner: "Kein Geld? ... Also kein Ticket? ... Macht das ihr reinkommt!"
Völlig in Extase durch diesen kurzen, aber skurrilen Wortwechsel schwingen wir uns in den Waggon und setzen uns in das Großraumabteil. Zu erst kichern wir leise und schlagen uns vor den Kopf, da wir es noch immer nicht begreifen wollen, was gerade passiert ist. Dann fangen wir an lauter zu lachen. Immer wieder: "Dany, wir trampen gerade nen ICE! ich glaube es einfach nicht!"
Wir machen ein paar Beweisfotos, die aber reichlich verwackeln, weil wir uns so totlachen. Dann kommen wir an in unserem geliebten, majestätischen Leipziger Hauptbahnhof - einer wahren Kathedrale. Am liebsten möchte ich dem Schaffner noch einen Kusshand zuwerfen, aber er taucht leider nicht mehr auf.
Es war ein herrliches Wochenende, vollgepackt mit Abenteuern und unglaublichen Geschichten. Es macht mir super viel Spaß mit Dany zu trampen. In entscheidenden Situationen beruhigte sie mich: Bei Wartezeiten ab 30 Minuten werde ich zum Beispiel nervös und Dany ist das aus Skandinavien gewohnt. Auf der anderen Seite half uns wohl manchmal meine französischen, italienischen und spanischen Sätze. Alles in allem - wir waren ein tolles Team auf über 2200 Kilometern!
Ich freue mich auf das nächste Level: Mit Dario per Anhalter nach Malaysia! Yay!
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Irish Pub meets Bavarian Business - Logs by Roadjunky
Auf der Hundertwasser-Raststätte Illertal schauen wir uns um und sprechen die ersten Leute an. Dany meint, dass ein Mann und seine Frau uns misstrauisch anschauen. Auch ich bin mir nicht sicher, denn das AUto scheint mit 4 Personen und Gepäck rappelvoll. Ich spreche sie trotzdem an und siehe da. Der Mann mit seinem Kleinkind in den Armen scheint der Idee, Tramper mitzunehmen, einiges Abzugewinnen, seine Frau dagegen ist höchst skeptisch und deutet auf den Kofferraum und die Kinder. Ich verspreche den auch ein Kindermärchen zu erzählen und bekomme dafür das erste gute Zeichen: Ein Lächeln.
Aber der Mann ist auf unserer Seite: Er überredet tatsächlich seine Frau uns mitzunehmen und wir beginnen alles umzuräumen. Laif nimmt seine Tochter auf den Schoß und setzt sich in die Mitte der Rückback, daneben der Kindersitz mit dem schlafenden Neugeborenen und Dany. Ich bin natürlich vorne.
Schnell kommt eine ausgelassene Stimmun auf. Die Familie sind Iren, die in Deutschland einen irischen Pub in Crailshaim betreiben. Sie kommen gerade von einem Urlaub auf den Kanaren zurück. Sie erzählen mir begeistert, das Craig ja ein irischer Name sei und ein Bruder ebenfalls so heißt. Wir sprechen nur English, das heißt irisches Englisch (die Familie), neuseeländisches Englisch (Dany) und Manglish (malaysisches Englisch, ich). Sie zeigen viel Interesse für unsere Reisen und wir sprechen über irische Pubs in ganz Deutschland. Wir lernen auch die wichtigsten irischen Redewendungen, die ich hier nicht wiedergeben möchte.
Nach einer spaßigen Fahrt lassen uns die Iren auf der Raststätte Ellwangerberg raus und wir verabschieden uns auf irisch - Go Raibh maith agát - und versprechen alle mal im Crailshaimer Pub wiederzusehen.
Yes we tramp ... auf Deutsch und English
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With posh shopping girls to Lichtenstein - Logs by Roadjunky
Die Sonne brennt. Seit einer Stunde stehen wir nun in diesem italienischen Grenzort, in dem uns keiner mitnehmen will. Solange habe ich noch nie gewartet. Hunderte deutsche Autofahrer würdigen uns keines Blickes, während die Italiener wild gestikulieren sich dafür entschuldigen, wenn sie uns nicht mitnehmen können. Eine italienische Polizeistreife fährt vorbei und sichert uns ebenfalls zu, uns nach Schichtende über die Grenze zu bringen.
Verzweifelt versuche ich neue Methoden: wenn ich ein Kennzeichen kenne, wie beispielsweise FR, rufe ich laut "Freiburg!"
Schließlich haben wir Erfolg. Zwei zögernde deutsche Frauen aus Ulm bringe ich im Laufschritt doch noch zum anhalten.
Nach einer Stunde stehen wir in Lichtentein an einer Autobahn auf der Raststätte und sind Leipzig noch nicht wirklich nahe.
Daumen raus ... Auf Deutsch oder English
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Mama Mia! - Logs by Roadjunky
Ich stehe im Wallis - einem Postkarten-Idyll. Majestätisch erheben sich die Bergmassive mit ihren schneebedeckten Gipfeln zu meiner Rechten und zu meiner Linken, über mir wolkenloser, blauer Sommerhimmel und strahlender Sonnenschein.
Gerade erst haben wir das Lötschberg-massiv auf dem Autozug durchquert. Vor dem Tunneleingang hatten wir Englisches Wetter! Kurz hinter dem Kreisverkehr, wo die Autos noch nicht zu sehr beschleunigt haben halte ich meinen Daumen und unser Schild hoch: "Lago Maggiore". Dany sucht gerade eine Toilette in dem gegenüberliegenden Bahnhof der schweizwer SBB.
Minutenlang hält keiner, aber dann biegt ein Nissan Van mit Schwung auf den Parkplatz vor mir. Drei Fenster werden hastig heruntergekurbelt und drei sonnengebräunte, strahlende, italienische Gesichter lächeln mich an. Dazu kommen noch wilde Handbewegungen und lebhafte, italienische Sätze: "Ciao bello. Da dove vieni, dove vai?" Drei italienische Mamas haben mich "entdeckt".
Etwas überfordert mit der Situation, versuche ich meine italienischen Sätze: "Ciao, mi ciamo Craig. Sono der Germania. Solo parli un puo d'Italiano" (definitiv kein Anspruch auf Korrektheit und Rechtschreibung!). Die drei Frauen sind sowohl überrascht, als auch begeistert, denn sie hatten, ob meines Plakates, einen jungen Italiener, der nach Hause will erwartet.
Dany kommt dazu und wir steigen zu. Perfekt: Sie fahren bis kurz vor den Lago d'Orta - unserem Ziel.
Es ist eine unvergessliche Fahrt mit lebendigen Diskussionen und unreguliertem Informationsaustausch in einem Sprachenmix aus zunächst elementarem Italienisch, dann Französisch (die drei arbeiten in der französischen Schweiz als Weinpflückerinnen) und schließlich Spanisch mit italienischen Inseraten.
Es geht gerade über den Simplon-Pass - ein herrlicher Weg. Wir tuckern hinter einem LKW auf der steilen Straße dahin und Madonna (Fahrerin) wird langsam nervös. Es wird laut und lebhaft, als wir weitere Sympathie, mit Unterricht in italienischen Schimpfwörtern, gewinnen. Alle kreischen und lachen, als ich plötzlich das Kennzeichen des Lasters - K - bemerke und betone, dass ich nicht einen Laster aus meiner Heimatstadt Colonia (Köln) beschimpfen darf.
Auf dem Passgipfel machen wir ein paar Erinnerungsfotos und Sprungbilder. Dann geht's abwärts nach Italien und die Straßen werden schlagartig schlaglochreicher. In Varzo, dem Heimatdorf von Giselle machen wir Halt und steigen aus. Geschenke werden übergeben, anscheinend hat jemand Geburtstag. Wir singen ein Geburtstagslied. Schnell sind 10, 20 Leute um uns geschaart und sprechen energisch mit einander. Ich verstehe viel, Dany weniger. Besonders lustig wird es, als plötzlich Madonna auf meinen Popo zeigt und etwas darüber in Italienisch sagt. Zuerst bin ich verwirtt, dann verstehe ich schließlich, dass die über eine italienische Redewendung reden, die soviel sagt wie: "Sie haben Sitzfleisch bekommen." Ich bin beruhigt und lache mit.
Der Mann von Sylviana entscheidet schließlich uns bis zum Camping-Platz an den See zu fahren - was für ein unglaubliches Glück!
Nach 7 Stunden Fahrt und zahlreichen Erlebnissen, aber leider ohne Traktor- oder Kuh-Lift sind wir da und kommen zu unserem Erstaunen als 6. Team von 60 ins Ziel und das nur 20 Minuten nach eintreffen des ersten Teams. Es herrscht ausgelassene Stimmung unter den Trampern: Zelte werden aufgebaut, Abendessen zubereitet und Geschichten ausgetauscht. Teams 3. und 4. hatten wirklich Glück: Sie wurden von einem Camper direkt von Freiburg bis zum Lago d'Orta und zum Camping-Platz Punta di Crabbia gefahren. Naja.
Wir erfrischen uns im kühlen See und haben Spaß mit den anderen Trampern. Weitere Teams kommen erst um 11 Uhr an, andere erst am Tag darauf - unter Anderem auch das Team mit den Gewinner-Preisen.
Es ist eine herrliche Veranstaltung! Schon beginnen Überlegungen über ein Langstrecken-Rennen nach Israel. Wieder einmal merke ich, wie faszinierend schön es ist, dass wir heute tatsächlich nur mit dem Vertrauen anderer und gegenseitiger Offenheit eine so vielfältige und aufregende Reise haben konnten.
Ich freue mich auf mein Abenteuer mit Dario: Langstrecke durch Asien:
Gerade erst haben wir das Lötschberg-massiv auf dem Autozug durchquert. Vor dem Tunneleingang hatten wir Englisches Wetter! Kurz hinter dem Kreisverkehr, wo die Autos noch nicht zu sehr beschleunigt haben halte ich meinen Daumen und unser Schild hoch: "Lago Maggiore". Dany sucht gerade eine Toilette in dem gegenüberliegenden Bahnhof der schweizwer SBB.
Etwas überfordert mit der Situation, versuche ich meine italienischen Sätze: "Ciao, mi ciamo Craig. Sono der Germania. Solo parli un puo d'Italiano" (definitiv kein Anspruch auf Korrektheit und Rechtschreibung!). Die drei Frauen sind sowohl überrascht, als auch begeistert, denn sie hatten, ob meines Plakates, einen jungen Italiener, der nach Hause will erwartet.
Es ist eine unvergessliche Fahrt mit lebendigen Diskussionen und unreguliertem Informationsaustausch in einem Sprachenmix aus zunächst elementarem Italienisch, dann Französisch (die drei arbeiten in der französischen Schweiz als Weinpflückerinnen) und schließlich Spanisch mit italienischen Inseraten.
Es geht gerade über den Simplon-Pass - ein herrlicher Weg. Wir tuckern hinter einem LKW auf der steilen Straße dahin und Madonna (Fahrerin) wird langsam nervös. Es wird laut und lebhaft, als wir weitere Sympathie, mit Unterricht in italienischen Schimpfwörtern, gewinnen. Alle kreischen und lachen, als ich plötzlich das Kennzeichen des Lasters - K - bemerke und betone, dass ich nicht einen Laster aus meiner Heimatstadt Colonia (Köln) beschimpfen darf.
Auf dem Passgipfel machen wir ein paar Erinnerungsfotos und Sprungbilder. Dann geht's abwärts nach Italien und die Straßen werden schlagartig schlaglochreicher. In Varzo, dem Heimatdorf von Giselle machen wir Halt und steigen aus. Geschenke werden übergeben, anscheinend hat jemand Geburtstag. Wir singen ein Geburtstagslied. Schnell sind 10, 20 Leute um uns geschaart und sprechen energisch mit einander. Ich verstehe viel, Dany weniger. Besonders lustig wird es, als plötzlich Madonna auf meinen Popo zeigt und etwas darüber in Italienisch sagt. Zuerst bin ich verwirtt, dann verstehe ich schließlich, dass die über eine italienische Redewendung reden, die soviel sagt wie: "Sie haben Sitzfleisch bekommen." Ich bin beruhigt und lache mit.
Nach 7 Stunden Fahrt und zahlreichen Erlebnissen, aber leider ohne Traktor- oder Kuh-Lift sind wir da und kommen zu unserem Erstaunen als 6. Team von 60 ins Ziel und das nur 20 Minuten nach eintreffen des ersten Teams. Es herrscht ausgelassene Stimmung unter den Trampern: Zelte werden aufgebaut, Abendessen zubereitet und Geschichten ausgetauscht. Teams 3. und 4. hatten wirklich Glück: Sie wurden von einem Camper direkt von Freiburg bis zum Lago d'Orta und zum Camping-Platz Punta di Crabbia gefahren. Naja.
Wir erfrischen uns im kühlen See und haben Spaß mit den anderen Trampern. Weitere Teams kommen erst um 11 Uhr an, andere erst am Tag darauf - unter Anderem auch das Team mit den Gewinner-Preisen.
Es ist eine herrliche Veranstaltung! Schon beginnen Überlegungen über ein Langstrecken-Rennen nach Israel. Wieder einmal merke ich, wie faszinierend schön es ist, dass wir heute tatsächlich nur mit dem Vertrauen anderer und gegenseitiger Offenheit eine so vielfältige und aufregende Reise haben konnten.
Ich freue mich auf mein Abenteuer mit Dario: Langstrecke durch Asien:
Asia - Thumbing it From West to EastKeep discovering ... auf Deutsch und English
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15 June 2011
Mit Mauerblümchen nach Basel - Logs by Roadjunky
Auf der Raststätte Bad Bellingen scheint die Polizei Werbung oder ein Fest zu feiern. Deshalb fragen wir einfach, ob sie Lust haben uns einen Lift in die Schweiz zu geben. Die Schweizer Genossen sagen sogar tatsächlich, sie wollen uns nach Schichtende mit rüber nehmen. Herrlich - Aber wir müssen sofort weiter.
Nach kurzer Suche können wir einen Mann und seine Freundin mit unserem Enthusiasmus überzeugen. Sie nehmen uns mit auf ihrem Weg zu einer Hochzeit in Zürich.
Auf der Fahrt überwinden die beiden ihre Schüchternheit nur inhaltlich: Sie sprechen extrem leise. Wir sprechen über unser Rennen und sie scheinen sogar ein wenig geehrt zu sein durch die Tatsache unsere zweite Fahrt zu sein.
In Basel lassen sie uns raus, denn wir wollen auf die A2 Richtung Gotthard.
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An die Straßen ... Daumen raus ... Los! - Logs by Roadjunky
Es ist morgens um 8 Uhr: Wir habe alle irgendwie noch ein Brötchen gegessen, Zähne geputzt und unsere sieben Sachen gepackt. Jetzt stehen wir alle hier auf dem Markt in der Freiburger Innenstadt: über 100 Roadjunkies warten auf die Verkündung des Zieles: Lago d'Orta in Norditalien! Die Deutsche Meisterschaft im Mittelstreckentrampen kann beginnen.
Ein Fernsehteam filmt uns beim Plakate machen, dann ziehen alle los. Die Hälfte geht in Freiburg selbst an die Straße, der Rest will mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die Autobahnraststätte der A5 fahren. Das ist (in meinen Augen leider) innerhalb des Stadtgebietes von Freiburg regelkonform.
Von der Bushaltestelle gehen wir durch ein Getreidefeld zur Raststätte. Es ist der reinste Tramper-Albtraum und gleichzeitig riesig lustig: Etwa 40 Tramper laufen auf die Leute zu und bitten um Mitfahrt. Wir haben Glück und finden einen Van mit einer Freizeitgruppe. Sie bringen und streckenmäßig nicht weit, zur nächsten Raststätte, dafür können wir dort mit weniger Konkurrenz rechnen und weiter kommen.
Nach ein paar Zigaretten, Bonbons und Begrüßungsritualen steigen wir ein und nach 10 Minuten - noch in Deutschland - wieder aus.
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Mit Rentnern durch's Höllental - Logs by Roadjunky
Zürück zur Raststätte. Wir haben gerade erst gehalten. Als ich aus dem Fenster gucke, sehe ich das Kennzeichen: FR - Freiburg. Zügig gehen ich auf den Mitte-60er-Mann zu. Er scheint grundsätzlich nicht abgelehnt, bittet uns aber noch seine Frau zu fragen. Ich rufe Dany hinzu, die völlig verschlafen herüber trottet. Die Damen nimmt uns in Augenschein und wir setzen unseren liebsten Blick auf - Sie sagt zu. Welch ein Glück!
Wir haben nach dem Einleitungs-Geplänkel noch schöne Gespräche. Die Beiden begeistern sich besonders für unsere Deutsche Meisterschaft im Mittelstreckentrampen. Sie erzählen uns auch etwas zur Region. Wir fahren durch die malerische Landschaft des Schwarzwaldes: Durch das Höllental mit seinen zahlreichen Serpentinen und schließlich durch das Himmelreich - beide benannt durch die Truppen von Napoleon nach den jeweiligen Erlebnissen dort.
Nach etwa 650 Kilometern von Leipzig, setzen uns die Beiden etwa 100 Meter vom Treffpunkt der Trampergesellschaft an der Dreisam ab. Dort herrscht eine super Stimmung. Schnell schließen wir Freundschaften. Ich treffe alte Bekannte von meiner Austauschorganisation wieder und dann bieten uns zwei sympathische Freiburger noch an, bei ihnen/ihr zu übernachten.
Robert und Franzi kommen an und Dany und ich freuen uns natürlich insgeheim darüber, trotz des späteren Aufbruchs in Leipzig, ein wenig früher als sie gewesen zu sein. Aber das ist natürlich Kinderein.
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Rumänisches Lexikon - Logs by Roadjunky
Immer und immer wieder: "Schönen guten Tag. Darf ich sie fragen wohin sie fahren und ob sie uns ein Stück mitnehmen können."
Es ist die erste Raststätte, wo es uns schwierig fällt einen Lift zu bekommen. Das liegt daran, dass fast alle nach Stuttgart oder München fahren. Wir möchten aber genau in die andere Richtung nach Karlsruhe über die A8. Bei einem Audi-Kombi-Fahrer mit langer Mähne schöpfe ich Hoffnung: Er hört mir aufmerksam zu und nickt immer wieder während ich meine Bitte mit abermaligem Enthusiasmus vortrage: "Ja ich fahr nach Karlsruhe über die A8 und ich habe hier auch genügend Platz und nehme euch gerne mit ... aber leider darf ich das nicht in meinem Dienstwagen." Toll. Aber an so etwas bin ich mittlerweile gewöhnt. Ich sag mir dann, sie meinen es vielleicht wirklich lieb.
Erst jetzt merken wir, wie groß und wie stark befahren die Raststätte ist - eigentlich ein gutes Zeichen. Dany fragt an der Tanke während ich vor der Gaststätte die Leute "abfange". Ein gemütlicher Mann spricht mich schließlich von selbst an. Nach der kurzen Einleitung sprechen wir über unsere Route: "Nach Karlsruhe müssen sie aber auf die andere Seite." Ich entgegne: "Ich glaube es ist günstiger, über die A6 nach Karlsruhe und dass wir hier richtig sind." "Nein, sind Sie nicht!" Schließlich verabschiede ich mich und denk mir: "Der irrt sich doch."
Nach etwa 10 Minuten kommt Dany auf mich zu: "Ich habe jemanden gefunden. Wir fahren einfach auf der A81 weiter nach Süden und queren den Südlichen Schwarzwald dann über die Feldberg-Landstraße." Nach erstem Zögern (wegen Landstraße) halte ich das auch für eine tolle Idee.
Als wir an dem rostigen Ford Focus stehen bemerke ich, dass es eben der Mann ist, mit dem ich eben noch über Autobahnbezeichnungen und Routen diskutiert habe. Naja, wir sprechen es noch einmal kurz an und ich bedeute ihm reumütig, dass er recht hatte (Nach Recherche auf der Karte). Das scheint ihn zu freuen.
Letztendlich ist es eine sehr interessante Fahrt. Der Rumäne arbeitet schon seit vielen Jahren als Arzt in Deutschland und interessiert sich sehr für unser Studium. Er scheint ein wanderndes Lexikon zu sein: Zu allem hat er was zu sagen: Zu Danys Bachelor-Arbeit in Anglistik, zu Bauwerken entlang der Autobahn, zum Trampen und vielen weiteren Themen. Die Gesprächigkeit ist gut, denn wir stecken zwischenzeitlich im Stuttgarter Nachmittag-Stau.
Yes we tramp ... auf Deutsch oder English
Es ist die erste Raststätte, wo es uns schwierig fällt einen Lift zu bekommen. Das liegt daran, dass fast alle nach Stuttgart oder München fahren. Wir möchten aber genau in die andere Richtung nach Karlsruhe über die A8. Bei einem Audi-Kombi-Fahrer mit langer Mähne schöpfe ich Hoffnung: Er hört mir aufmerksam zu und nickt immer wieder während ich meine Bitte mit abermaligem Enthusiasmus vortrage: "Ja ich fahr nach Karlsruhe über die A8 und ich habe hier auch genügend Platz und nehme euch gerne mit ... aber leider darf ich das nicht in meinem Dienstwagen." Toll. Aber an so etwas bin ich mittlerweile gewöhnt. Ich sag mir dann, sie meinen es vielleicht wirklich lieb.
Erst jetzt merken wir, wie groß und wie stark befahren die Raststätte ist - eigentlich ein gutes Zeichen. Dany fragt an der Tanke während ich vor der Gaststätte die Leute "abfange". Ein gemütlicher Mann spricht mich schließlich von selbst an. Nach der kurzen Einleitung sprechen wir über unsere Route: "Nach Karlsruhe müssen sie aber auf die andere Seite." Ich entgegne: "Ich glaube es ist günstiger, über die A6 nach Karlsruhe und dass wir hier richtig sind." "Nein, sind Sie nicht!" Schließlich verabschiede ich mich und denk mir: "Der irrt sich doch."
Nach etwa 10 Minuten kommt Dany auf mich zu: "Ich habe jemanden gefunden. Wir fahren einfach auf der A81 weiter nach Süden und queren den Südlichen Schwarzwald dann über die Feldberg-Landstraße." Nach erstem Zögern (wegen Landstraße) halte ich das auch für eine tolle Idee.
Als wir an dem rostigen Ford Focus stehen bemerke ich, dass es eben der Mann ist, mit dem ich eben noch über Autobahnbezeichnungen und Routen diskutiert habe. Naja, wir sprechen es noch einmal kurz an und ich bedeute ihm reumütig, dass er recht hatte (Nach Recherche auf der Karte). Das scheint ihn zu freuen.
Letztendlich ist es eine sehr interessante Fahrt. Der Rumäne arbeitet schon seit vielen Jahren als Arzt in Deutschland und interessiert sich sehr für unser Studium. Er scheint ein wanderndes Lexikon zu sein: Zu allem hat er was zu sagen: Zu Danys Bachelor-Arbeit in Anglistik, zu Bauwerken entlang der Autobahn, zum Trampen und vielen weiteren Themen. Die Gesprächigkeit ist gut, denn wir stecken zwischenzeitlich im Stuttgarter Nachmittag-Stau.
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08 January 2010
Warum Malaysia? - Darum!
Ich bin viel in der Welt herumgekommen (von Vietnam bis Marokko und von Sri Lanka bis Ukraine). Malaysia ist für mich das lebenswerteste Land der Welt und deshalb empfehle ich jedem dieses atemberaubende Land und seine netten Bewohner kennen zu lernen.
Malaysia ist ein fortschrittlicher, islamisch geprägter Vielvölkerstaat in Südostasien. Schon die ethnische Diversität macht Malaysia einzigartig. Wo sonst in der Welt leben hinduistische Inder, buddhistische Chinesen, animistische Ureinwohner und muslimische Malaien friedlich nebeneinander. Auch wenn dies unbestreitbar zu Konflikten führen kann (Malaysia gehört zu den stabilsten Ländern der Welt), ist der Aspekt des multikulturellen Miteinanders ein viel beachtenswerterer. Jeden Tag erlebt man ein Fest einer anderen Kultur. Gestern war es das indische Lichterfest, heute der islamische Ramadan, morgen das chinesische Neujahrsfest und übermorgen der Dämonentanz der malaiischen Aborigines.
Im Englischen gibt es ein Wort für die Möglichkeit, zufällig glückliche und unerwartete Entdeckungen zu machen: Serendipity. Wegen dieser extrem vielfältigen und omnipräsenten Serendipität in Malaysia komme ich immer wieder gerne zurück und werde von meiner malaiischen Familie aufgenommen, als wäre ich nur kurz weggewesen.
Gesprochen werden hauptsächlich Malaysisch, Mandarin-Chinesisch und Tamilisch, während Englisch die meistbenutzte Verkehrssprache ist. Damit bietet sich Austauschschülern eine seltene Gelegenheit. Da man ohnehin nach kurzer Zeit ein hervorragendes Englisch spricht, kann man mit ein wenig Mühe eine exotische Sprache erlernen. Aus beruflicher Sicht ist Englisch heute keine Qualifizierung mehr, während global agierende Firmen um Sprecher exotischer Sprachen buhlen. An den weiterführenden Schulen werden landesweit sowohl in Englisch (Naturwissenschaften) als auch in Malaysisch unterrichtet.
Die Malaysier (alle Bewohner Malaysias) sind ein besonders gastfreundliches Volk (ich weise hier noch einmal auf meine Reiseerfahrung hin). Aufgrund kultureller Normen und Sitten genießt man weitestgehend Harmonie und Freundschaft. In Malaysia braucht man als Gast nicht unbedingt aktiv den Kontakt suchen (in Deutschland ist das offensichtlich der Fall), denn die wissbegierigen Malaysier kommen auf einen zu.
Aufgrund der topographischen Beschaffenheit (Malaiische Halbinsel und Borneo) finden sich in Malaysia facettenreiche Landschaften: Vom undurchdringlichen Regenwald bis zur Palmbestandenen Trauminsel und vom 4000m-Berg zur Kalksteinfelsen-Küste.
Auch wenn das alles sich anhört, wie im TUI-Prospekt vom Reisebüro nebenan, ich schreibe aus Erfahrung (alle 16 malaysischen Bundesstaaten besucht).
Ich denke es ist nun klar, dass Malaysia ein faszinierendes Land ist. Seit einigen Jahren arbeite ich für meine Austauschorganisation AFS und freue mich jedes mal mit Schülern, die das Glück haben meine zweite Heimat zu erleben - Malaysia zu leben.
Bitte kontaktiert mich oder lest meinen multilingualen Blog, der während meines Autauschjahres entstanden ist vollständig oder nur die Highlights.
Häufig versuche ich mit meiner Präsentation über Malaysia Schüler für ein Austauschjahr in diesem fesselnden Land zu begeistern. Interessierten empfehle ich deshalb, sich die Präsentation anzuschauen.
26 December 2009
Manila - The Philippines
Manila ist Stadtteil, Region, Agglomeration und Provinz zugleich. Die Stadtgrenzen verschwimmen und so auch die Aussichten auf die Stadt angesichts chronischem Smogs über der Hauptstadtregion.
Sehenswert ist das spanische Kastell Intramuros, der benachbarte Rizal Park, die Küstenpromenade Manila Bay und die größte Einkaufszentrum Asiens, die SM Mall of Asia im aufgeschütteten Industrigebiet.
Das Verkehrssystem Manilas ist chronisch überlastet. Am effizientesten gestaltet sich die Fortbewegung mittels der Hochbahnen. Außerhalb der Stoßzeiten sind die zeitlosen Jeepneys. Preise bewegen sich auch bei Entfernungen bis zu 10 Kilometer im Eurocent-Bereich.
Jollybee‘s ist die philipinische Antwort auf McDonald‘s. Filiale beider Fastfood-Ketten lassen sich im gesamten Stadtgebiet finden. Darüberhinaus bieten Strasenhändler überall ihre eigenen Gerichte an.
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Amsterdam - The Netherlands
I AMsterdam. Der Slogan ist Programm. Diese Stadt lebt und feiert sich selbst.
Amsterdam ist vielleicht die einzige europäische Stadt in der das Stadtbild zumindest in der Innenstadt erhalten und nachhaltig aufgewertet wurde, anstatt wie üblich es durch hässliche Betonklötze zu verunstalten.
Amsterdam ist nicht nur extrem Bootsfahrer-freundlich, sondern viel mehr Fahrradfahrer-freundlich. Alles lässt sich bequem mit dem Fahrrad erreichen. Zudem ist der Fahrradfahrer der privilegierteste Verkehrsteilnehmer in Holland. Er hat vor allen Vorfahrt! Auch die anderen öffentlichen Verkehrsmittel stehen in nichts nach.
Must-See-Places sind der Stadtteil Jordaan im Nordwesten der Stadt, die Innenstadt mit ihren lebendigen Einkaufsmeilen und das Rotlichtviertel bei Nacht. Letzteres kann schockierend sein, angesichts Zoo-ähnlichen Verhältnissen.
Bemerkenswert ist auch der multikulturelle Charakter der Stadt. Nepalesisches Restaurant neben uruguayischem Steakhouse und burmesischem Luxusrestaurant sind keine Seltenheit. Preise sind generell vergleichbar mit Deutschen, wobei der öffentliche Nahverkehr signifikant billiger ist.
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